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Geocaching

Die satellitengestütze Schatzsuche - ein Hobby für Groß und Klein.

Dazu Bernhard Hoëcker: "Wandern ist out, Geocaching ist in."

 



Geocaching - Was ist das? PDF Drucken E-Mail

 

Geocaching (von griechisch γη, geo „Erde“ und englisch cache „geheimes Lager“, auch GPS-Schnitzeljagd, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden.

Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker („Owner“) – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

Geschichte

Das Geocaching lässt sich zurückführen auf das schon ältere Letterboxing, bei dem ebenfalls an verschiedenen Orten Behälter versteckt werden, die jedoch ohne GPS-Unterstützung gesucht werden. Das erste bekannte Letterboxing wurde 1854 in Dartmoor beschrieben.

Seit den 1980ern praktizierte Nuuksion Metsäsissit in der Gegend um Helsinki in Finnland nur mit Hilfe einer Landkarte und einer Genauigkeit von 10 Metern ebenfalls Schnitzeljagden, bei denen Behälter mit verschiedenem Inhalt versteckt wurden. Anschließend gab er die ermittelten Koordinaten an Bekannte, die sich damit auf die Schatzsuche machen konnten. Ab den 1990er Jahren wurde zum ersten Mal das GPS-Signal verwendet, um die Genauigkeit der mittels Landkarten gefundenen Koordinaten zu verbessern.

Erst durch die Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit (Selective Availability) des GPS-Signals durch die US-Regierung am 2. Mai 2000 wurde der Einsatz der GPS-Geräte auch im privaten Einsatzgebiet praktikabel. Die bisherige Genauigkeit der Positionsbestimmung per GPS-Signal von ca. 100 Meter wurde für nichtmilitärische Nutzer auf etwa 10 Meter erhöht. Um diese Verbesserung zu feiern, schlug Dave Ulmer am 3. Mai 2000 in der Usenet-Newsgroup sci.geo.satellite-nav unter dem Titel The Great American GPS Stash Hunt vor, ein weltweites Spiel zu starten und an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch zu verstecken. Als Regeln formulierte er „Get some Stuff, Leave some Stuff“ – „Nimm Zeugs heraus, hinterlasse Zeugs“ und das Führen eines Logbuchs, in dem sich die Finder eintragen und den Tausch von Gegenständen dokumentieren können. Noch am selben Tag vergrub er in der Nähe der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon an der Position 45° 17′ 28″ N, 122° 24′ 48″ W45.291-122.4133337 einen schwarzen Plastikeimer, in dem er neben CDs, einer Videokassette, Geldscheinen, einem Buch und einer Steinschleuder auch eine Konservendose mit Bohnen hinterlegte. Anschließend veröffentlichte er die Koordinaten des Verstecks in der Newsgroup.

Innerhalb eines Tages nach der Veröffentlichung wurde der Stash (englisch Geheimversteck, geheimes Lager) als erstes von Mike Teague gefunden. Drei Tage später erstellte dieser eine private Website, auf der er die wachsende Anzahl an Stashes und deren Koordinaten dokumentierte.

Der Original-Stash von Dave Ulmer wurde später stark beschädigt und existiert in der ursprünglichen Form nicht mehr. Als Erinnerung wurde an der ursprünglichen Stelle ein neuer Geocache und eine Gedenktafel platziert. Während der Vorbereitungen für die Aufstellung der Platte wurde vor Ort die alte Konservendose gefunden, die als Tauschgegenstand im ersten Stash gelegen hatte. Mittlerweile wird diese als Travelbug bei Events gezeigt.

Am 30. Mai 2000 wurde das Wort Geocaching zum ersten Mal in einer Newsgroup vorgeschlagen, um negative Assoziationen des Wortes Stash zu vermeiden. Am 2. September 2000 teilte Jeremy Irish in dieser Newsgroup mit, dass er unter der Adresse geocaching.com eine eigene Website zur Auflistung der Caches erstellt hatte. Diese übernahm alle bisherigen Eintragungen von der alten Seite, die Mike Teague aus Zeitgründen nicht weiter aktualisieren konnte.

Der erste Cache in Deutschland wurde am 2. Oktober 2000 südlich von Berlin versteckt und trägt den Namen First Germany. Mit über 15.100 liegen die meisten Caches in Nordrhein-Westfalen, während die größte Cache-Dichte mit 1,62 Caches/km² in Hamburg zu finden ist (Stand: 30. März 2009).

Laut der Datenbank des größten Geocache-Verzeichnisses existieren weltweit insgesamt über 780.000 aktive Caches, davon befinden sich über 89.000 in Deutschland, über 7.000 in der Schweiz und über 8.000 in Österreich (Stand: 21. April 2009). In den USA befinden sich mit 392.413 die meisten Caches (Stand: 8. März 2009).

Die größte Cache-pro-Kopf-Verbreitung hatten im Januar 2007 die nordischen Länder Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark.

Der Geocache

Bei einem Cache handelt es sich zumeist um einen festen, wasserdicht verschließbaren Behälter, der somit den Inhalt vor Witterungs- und anderen Einflüssen schützen kann. Der Behälter selbst kann unterschiedliche Formen haben, von einer kleinen Filmdose über eine einfache Frischhaltedose aus Plastik, bis hin zur Munitionskiste aus Stahl, oder gar einem versteckten Tresor, dessen Kombination erst herausgefunden werden muss. Oft wird die Größe des Behälters durch den Ort des Verstecks bestimmt.

Geocache-Datenbanken

Durch die schnelle Verbreitung des Geocaching und die wachsende Anzahl an Geocaches entstand schnell die Notwendigkeit, diese in einer gemeinsamen Datenbank zu katalogisieren und den Nutzern über das Internet komfortabel zur Verfügung zu stellen. Die bekannteste und umfangreichste ist geocaching.com, die seit den Anfängen im Jahr 2000 existiert und weltweit über 720.000 Geocaches enthält (Stand Februar 2009). Deren Besitzer, die GroundSpeak Inc., gewährt jedem (kostenlos) registrierten Benutzer freien Zugang zu den Cachedaten mit einem recht komfortablen Benutzer-Interface.

Allerdings stören sich einige Benutzer daran, dass Groundspeak Inc. auch kommerziellen Umsatz durch den Verkauf von Werbeeinblendungen, Premiummitgliedschaften, Merchandiseartikeln und Trackingnummern für Geocoins und Travel Bugs erzielt. Umstritten ist dabei der Versuch, das in der Gemeinschaft entstandene Geocaching für sich exklusiv zu schützen. Das bekannteste Beispiel dafür ist der erfolglose Versuch, das Wort „Geocache“ als Warenzeichen zu registrieren. Auf dem amerikanischen Kontinent hat geocaching.com de facto eine sehr weite Verbreitung. In den Vereinigten Staaten, wo die Mehrheit der Geocaching-Seiten gehostet werden, stehen Cache-Dateien unter Markenschutz, Koordinaten jedoch nicht. Einige Personen, die frei erhältliche Daten von geocaching.com benutzt haben, wurden mit Gerichtsprozessen von GroundSpeak Inc. bedroht; Klageerhebungen sind aber keine bekannt. Ein solcher Fall war der von Ed Hall, der 2001 wegen Markenrechtsverletzung bedroht wurde, da er keine Angaben veröffentlicht habe, dass alle Informationen, die er für die Erzeugung seiner Geocaching-Karten verwendet hatte, unter Markenschutz standen. Anwälte berieten ihn, solche Angaben seien unnötig, er macht aber seitdem klar, woher seine Informationen stammen.

Als Alternative entwickelte sich die im März 2001 gestartete Website navicache.com.

Eine weitere Geocache-Datenbank ist die seit Oktober 2004 bestehende Website terracaching.com, die zwar deutlich weniger Caches gelistet hat, dafür aber nach eigenen Aussagen mehr Wert auf Qualität derselben legt; unter anderem werden die Caches von jedem Finder bewertet. Um Mitglied zu werden, wählt man sich zwei bestehende Mitglieder als sogenannte „Sponsoren“ aus. Dies können, müssen aber nicht unbedingt, Bekannte oder Freunde sein. Die Suche nach Sponsoren erfolgt nach der Anmeldung automatisch. Hauptaufgabe der Sponsoren ist das Prüfen neuer Caches, ähnlich der Funktion der Reviewer bei geocaching.com.

Um dem vermeintlichen Monopol von geocaching.com entgegenzuwirken, wurde von einer Gemeinschaft von deutschsprachigen Geocachern eine Open-Source-Software und -Datenbank opencaching.de entwickelt und im Herbst 2005 gestartet. Ende Oktober 2006 wurde in dieser Datenbank bereits der 10.000ste deutsche Cache eingetragen, wobei die meisten Einträge jedoch Duplikateinträge von geocaching.com sind. Mittlerweile (Stand Dezember 2007) ist sie die zweitgrößte Geocaching-Datenbank nach geocaching.com weltweit. Ziele des opencaching-Konzeptes sind besonders die Vernetzung von opencaching-Datenbanken einzelner Staaten untereinander und die Möglichkeit zur Nutzung eines Interfaces für Anwendungsentwickler von Geocaching-Software. Weitere opencaching-Datenbanken entstanden bereits Anfang 2006 in Tschechien und Mitte 2006 in Polen.

Für den französisch sprechenden Raum gibt es ebenfalls eine große Datenbank unter cistes.net. Hier waren im September 2007 über 29.000 Geocaches in Frankreich gelistet, wobei es sich dabei in der Mehrzahl um Letterboxes handelt, während es geocaching.com zu diesem Zeitpunkt in diesem Gebiet auf nur etwa 3.100 Einträge bringt.

Das wohl größte Problem der verschiedenen Datenbanken besteht darin, neue Geocaches in mehrere der genannten Verzeichnisse einzutragen und sie dort, beispielsweise bei Änderungen des Rätsels oder der Koordinaten, zu pflegen. Ist der Cache auf mehreren Seiten eingetragen, bleibt es zudem den Findern überlassen, ihre Log-Einträge auch auf allen dieser Seiten zu tätigen. Ebenso ist zu überlegen, wie ausländischen Besuchern der Zugang zu den alternativen Datenquellen ermöglicht werden soll.

Ausrüstung

Die zum Auffinden der Caches nötigen GPS-Empfänger gibt es in einfacher Ausführung bereits ab etwa 50 Euro (gebraucht). Es kann aber vorteilhaft sein, wenn das Gerät zusätzlich über Straßenkarten und entsprechende Navigationsfunktionen verfügt. Damit kann man leichter zum Zielgebiet finden, besonders wenn man nicht ortskundig ist. Neben den teureren, dedizierten GPS-Handgeräten bieten diese Funktionalität unter anderem Notebooks, PDA-Geräte sowie Mobiltelefone (letztere nur unter bestimmten Voraussetzungen), jeweils entweder mit eingebautem oder mit externem GPS-Empfänger. Gerade PDAs oder Smartphones in Verbindung mit einem GPS-Empfänger bieten sich wegen der Kompaktheit, der flexiblen Nutzungsmöglichkeiten und des großen Software-Angebots an, um das Geocaching mit größtmöglicher technischer Unterstützung zu betreiben. Ohne Versorgung durch die Autobatterie führt gerade bei PDA-Geräten der hohe Energiebedarf jedoch meist zu einer Laufzeit, die auf wenige Stunden begrenzt ist. Bei längeren Cachetouren kann das oft zu wenig sein und sollte entsprechend berücksichtigt werden. Bei anspruchsvolleren Geocaches stellt das zu bewältigende Gelände zudem häufig erhebliche Anforderungen an die Robustheit der Geräte gegenüber Wasser und Stößen, die PDAs und andere Kleincomputer nicht immer erfüllen können. Dedizierte Outdoor-GPS-Geräte hingegen sind für solche Belastungen ausgelegt.

Die verschiedenen GPS-Geräte bieten sehr unterschiedliche Empfangseigenschaften. Während auf der Straße oder auf dem Wasser alle Geräte sehr präzise ihre Position bestimmen können, haben insbesondere ältere GPS-Geräte im dicht belaubten und nassen Wald oft erhebliche Probleme, eine für das Geocaching brauchbare Genauigkeit zu erreichen oder überhaupt eine Satellitenverbindung aufzubauen. Die Weiterentwicklung der Empfänger-Chips von GPS-Geräten führt jedoch zu immer besseren Empfangseigenschaften auch unter schwierigen Verhältnissen.

Software

Zur Unterstützung des Geocaching existieren verschiedene Softwarelösungen. Die meisten wurden für tragbare Systeme wie PDAs oder Smartphones entwickelt und dienen der Verwaltung der Caches und ihrer Beschreibungen auf portablen Systemen. Vorteile dieser Programme sind die Speicherung der Cachebeschreibungen und die Unterstützung bei der Auswahl von Caches anhand verschiedener Kriterien, oder die Möglichkeit eines mobilen Zugriffs auf die Geocache-Datenbank. Hierdurch wird kein Ausdruck der Cachebeschreibungen benötigt, wodurch das sogenannte paperless caching möglich ist.

[Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching]